Strato Windows-V-Server als Plex-Media-Server

Wie bereits in früheren Beiträgen dargestellte, lässt sich Plex auf NAS-Systemen einrichten und so lokal im LAN nutzen. Dabei ist die Nutzung außerhalb des lokalen Netzwerkes des Servers stark von Upload des Internetanschlusses abhängig. Um dies zu umgehen, kann für den Plex Media Server ein VPS, Virtual Private Server, genutzt werden. Dieser wird in einem Rechenzentrum gehostet, das über eine gute Internet-Anbindung verfügt, und so eine uneingeschränkte Nutzung des Remote-Zugriffs ermöglicht. Als Anbieter kommen verschiedene Anbieter in Frage. Für Deutschland bietet Strato als größter Anbieter eine einfache Möglichkeit an, eine günstige virtuelle Maschine einzurichten.

Im Vergleich zur Performance auf einem ARM-QNAP-NAS bietet die folgende Konfiguration bereits mehr Möglichkeiten im Bereich Transcoding, dass für die Kompatibilität zu verschiedenen Endgeräten verbessert.

BetriebssystemMicrosoft Windows Server 2019
CPU6 CPU vCore
Arbeitsspeicher12 GB
Festplatte400 GB NVMe
Netzwerk1 GBit/s synchron

Installation

Einrichtung im Kundencenter

Die Beauftragung erfolgt im Kundencenter und ist innerhalb von 30 min. abgeschlossen. Bei Beauftragung wird das Administrator-Passwort abgefragt, mit dem die Remote-Desktop-Sitzung zum Server aufgebaut werden kann.

VirtIO-Treiber

Die virtuellen Windows Server laufen bei Strato auf einer Red Hat VirtIO Plattform. Nach der Einrichtung müssen daher zunächst die entsprechenden Treiber installiert werden. Als Windows-Setup werden diese von Proxmox bereitgestellt und können unter folgenden Adressen heruntergeladen werden:

Eine Aktualisierung der Treiber muss dabei mit der „Manual Installation“ erfolgen, da das Setup ggf. nicht korrekt ausgeführt wird.

Netzwerk-Konfiguration

Mit der Installation erhält der Server einen Netzwerk-Adapter, dem eine öffentliche IP zugewiesen ist. Da die Einrichtung von virtuellen Maschienen auf einem bereits virtuellen Server nicht mehr möglich ist, kann der Plex-Media-Server nicht in einer solchen mit privater IP betrieben werden.

Über die Einrichtung eines zweiten (Loopback-) Adapters können jedoch der IP-Adressbereich und eine Portweiterleitung für den Remote-Zugriff umgesetzt werden. Damit ergeben sich folgende Vorteile gegenüber einer Nutzung mit öffentlicher IP.

  • Installation ist konform mit der Anforderung, dass der Plex-Media-Server nur in (privaten) Netzen der  RFC-1597 bzw. RFC-1918 betrieben werden darf
  • der Port, über den der Remote-Zugriff erfolgt ist nicht auf 32400 beschränkt
  • der Remote-Zugriff ist auch aus Gäste-Netzwerken möglich, wenn der (öffentliche) Port 80 oder 443 ist

Einrichtung des Loopback-Adapters

Die Einrichtung des Loopback-Adapters ist über den Geräte-Manger möglich. Im Menü „Aktion“ kann mit „Legacyhardware hinzufügen“ der entsprechende Assistent aufgerufen werden.

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